Frohe Weihnachten und alles erdenklich Gute für das neue Jahr

Liebe Verwandte und Freunde!

Auch dieses Jahr einen kurzen Überblick was das vergangene Jahr – ja das vergangene Jahrzehnt – so gebracht hat. Vor zehn Jahren löste Digitalfotografie die  konventionelle Fotografie ab, nachdem schon vorher  computer geschriebene Briefe Maschinengeschrieben abgelöst hatten. Der persönliche Charakter des handgeschriebenen Briefes war endgültig dahin. Aber Leute brauchen sich auch nicht mehr mit der Leserlichkeit meiner Handschrift auseinanderzusetzen. Unsere Kinder schreiben keine Briefe mehr. Anrufe und  e-Mails sind gang und gäbe und klicken an Querverweise öffnet Türen zu endlosen weiteren Informationen. Umso interessanter wird es, Briefe nachzulesen, die vor langer, langer Zeit von unseren Eltern und ihren Zeitgenossen geschrieben wurden. Jetzt zum Rückblick selber:

Gestern fuhr uns Tanya nach Greenwich Village ins Theater, das Schauspiel einer Schulfreundin, wurde aufgeführt. Letztes Wochenende kamen wir von einer kurzen Schiffsreise in den Süden zurück. Ein Aufenthalt in Cape Canaveral gab uns Gelegenheit, einen Abstecher zu Peter und Jill zu machen.  Dann ging es weiter zu den Bahamas.   In der vergangenen Woche endete das Finanzjahr unserer Firma THETA. Brigittes Buchhaltung zeigt einen Verlust für 2010. Wir hoffen, daß unser Steuerberater die Zahlen etwas verbessern kann.

Vor einem Monat haben wir unser Telefonsystem auf den neuesten Stand gebracht, vor allem mit Apple iPhone, um die Informationflut zu bewältigen. Es ist eine Herausforderung, gewiss  kommt sie nicht länger mit der Post. Das US Postamt macht wieder riesige Verluste. Nur die Politiker halten es durch die Postwurfsendungen noch aufrecht, konnten aber nicht verhindern, daß Obama seine Mehrheit im Repräsentantenhaus verlor. Die Konservativen hatten den größten Stimmenzuwachs in über 70 Jahren. Dieser Brief wird in diesem Jahr erstmalig weniger mit der Post, als über das Internet Verwandte und Bekannte erreichen. Unsere Firmen Website wird 16 Jahre alt. Postwurfsendungen und Anzeigenwerbung haben wir längst eingestellt. Unsere Familien Website – von  Susan betreut- (sie hat auch ihre eigene Website für ihr Kunstgewerbe Geschäft) wird zum festen Bestandteil unseres Alltags.  Entfernte Verwandte, alte Freunde finden uns. Obwohl das Sozial Network Facebook (Gesichtsnetzwerk) unsere Generation nicht erfasst ,fördert es immerhin den Sinn für amerikanische Offenheit und Unbefangenheit und das öffnet die Türen. Selbst Politiker müssen jetzt mit offenen Karten spielen.  Wikileak  = Internet-Leckstelle, wahrscheinlich nur ein kurzlebiges Phänomen, stellt Politiker weltweit bloß.   Unsere Kinder leben gleichmäßig verteilt über die USA: jeweils mindestens 2½ Flugstunden voneinander entfernt. Zu  UR- Ur Großeltern Zeiten  waren die Entfernungen zwischen Familienmitgliedern schlimmstenfalls 2½ Stunden zu Fuß.  Familiengeschichte zu betreiben ist ohne Internet umständlich –wie hätte ich sonst eine direkte Verbindung herstellen können zur Vorfahren aus der Zeit Karls des Großen, der sie zu Christen machte. Aber damit hört es denn auch, Gott sei Dank auf, sonst würde es zu sehr ausufern.   Meines Vaters Lebenserinnerung , die er, wie meine Mutter auch, vor 50 Jahren niederschrieb, werden auch in unserer Website illustriert erscheinen und somit breiteren Kreisen zugänglich gemacht.

Wir wünschen frohe Feiertage und alles erdenklich Gute für 2011 und hoffen, dass Euch dieser Brief gesund und munter antrifft.