Liebe Verwandte und Freunde!

Frohe Ostern!

Die Berliner Erlöserkirche liegt unweit der Ingenieurschule Gauß, wo ich mein Studium absolvierte. Der nachfolgende Oster-Predigtauszug stammt von dort und umreißt mein diesjähriges Osterbriefthema.

„Mit der Auferstehung Jesu stoßen wir damit in ein Neuland vor, das noch niemand erkundet hat, in das Land der Zukunft, das noch nicht ist, das aber aus Gottes Hand kommen soll, ja mit Jesus schon angekommen ist, wenn auch noch nicht vollständig, sondern überwiegend unsichtbar über dem gegenwärtigen Himmel verborgen, so wie seine Himmelfahrt ihn uns in einen Gottesraum jenseits dieses Himmels entzogen hat. Dazu ein paar Fakten:

Die Mount Pleasant Baptist Kirche liegt unserem hiesigen Firmengebäude schräg gegenüber. Im Sommer hört man bei offenen Türen Gospel und Soulsingen der christlichen Negergemeinde.

Die Religiosität der Amerikaner ist höher als in irgendeiner Industrienation der westlichen Welt. Auch die amerikanischen Juden erfreuen sich dieser Zunahme an Religiosität.

Im Februar lautete der Time Magazine Titel: 2045 das Jahr in dem der Mensch unsterblich wird. Ein Computerkabel wird in den Kopf eingestöpselt und die Gehirntätigkeit auf einen Computer übertragen. Das ist gewiss eine bisschen hoch gegriffen. Ich werde es ohnehin nicht schaffen zumal ich mich im Mai einer Herzoperation unterziehen muss.

Aber die Amerikaner haben einen vorzüglichen Grund die Zukunft im christlichen Sinne mitzugestalten als führende Computer und Weltraumexperten.

Wie die frühen Christen heidnische Bräuche übernahmen etwa Ostern, vermutlich im Osten aufgehende Sonne oder Weihnachten = heidnische Wintersonnenwende und heidnische Götter noch heute in Wochentags-Namen geehrt werden, so sollte man jetzt auch in der Lage sein die kommende in Time Magazin beschriebene Entwicklung im christlichen Sinne zu bewältigen, aufbauend auf den gewaltigen Glaubensfundamenten der vergangenen 2000 Jahre.

Ich für meinen Teil glaube, dass man mit einer persönlichen Website,
www.gerhardclusener.com, dem Konzept des Gehirn Uploads am nächsten kommt: Meine Welterfahrungen sind festgehalten, Reflexionen wie diese digital weiter bearbeitbar, speicherbar. Auch im christlichen Sinne (4. Gebot) das Andenken meiner Eltern hochhalte. Ihre Vorfahren und Nachfahren in einem Software basierten Stammbaum festhalte. Ihre Autobiografien digital zugänglich mache.

Nun zum Tagesgeschehen. Brigittes 70. Geburtstag wurde im Januar auf einem Kreuzfahrtschiff mit der ganzen erweiterten Familie in der Karibik gefeiert. Von New York aus schafften Brigitte und ich es zwischen zwei Schneestürmen. Susan und Steve waren auf der Reise von Kalifornien fast in Chicago im Schnee stecken geblieben. Olivers Ausweispapiere waren abgelaufen und mit Ach und Krach brachte er es fertig doch aufs Schiff und auf der Rückreise wieder an Land gelassen zu werden.

Anfang Februar waren es 50 Jahre dass Brigitte und ich uns kennen lernten. Ein Jubiläum mit dem wir nicht gerechnet hatten überraschte uns in Grand Turks (unweit von San Salvador wo Christopher Kolumbus vor 500 Jahren in Amerika landete). Eine Gedenkstätte war eingerichtet worden für die 50. Wiederkehr der ersten bemannten US Erdumrundung die hier endete. Wir begrüßten den zu den Feierlichkeiten anwesenden Shuttle Astronauten Winston Scott persönlich mit Handschlag.

Am 2. April waren es 60 Jahre dass ich am ersten Tag meiner Lehre in eine Hochfrequenz-Generatoren Abteilung kam. 60 Jahre später baue ich noch immer Hoch Frequenz-Generatoren in meiner Firma: www.theta-us.com

Wir freuen uns aber über das Osterfest, die Frühlingserwartung, als eine willkommene Gelegenheit, zu schreiben.

Herzliche Grüße,

Gerhard & Brigitte